Michaelerkirche

Die Michaelerkirche in Wien wurde einer mehrere Jahre dauernden Außensanierung unterzogen. Dabei wurden sämtliche Dachflächen neu gedeckt, da die alten, barocken Lattungen samt Ziegel von den Sparren zu rutschen drohten.

person

Auftraggeber

Erzdiözese Wien

place

Ort

Michaelerplatz 4-5, A-1010 Wien

equalizer

Kosten

ca. 2,62 Mio Euro

Projekt Beschreibung

Die Michaelerkirche in Wien wurde einer mehrere Jahre auernden Aussensanierung unterzogen. Dabei wurden sämtliche Dachflächen neu gedeckt, da die alten, barocken Lattungen samt Ziegel von den Sparren zu rutschen drohten. An den »Schauflächen« des Daches wurden die originalen Ziegel wieder verwendet, wobei Deckung und Verlegung in intensiver Kooperation
mit dem Bundesdenkmalamt abgestimmt wurden. An den von öffentlichen Bereichen nicht eingesehenen Dachflächen wurden alte, an einem Teil dieser Flächen neue Ziegel verwendet.
Die Restaurierung der Steinfassade erfolgte vor allem unter dem Gesichtspunkt der Festigung und der Entfernung der Sinterschichten.
Ein im Zuge der Geschichte »dazugewachsenes« Stiegenhaus sowie eine Dachfläche vor der Seitenschiffapsis wurden entfernt, um dem Baukörper und der Belichtung des Seitenschiffes in
der ursprünglichen Form nahe zu kommen. Der Portikus zum Michaelerplatz wurde samt der Figurengruppe des »Engelssturzes« restauriert.
Als letzte Etappe wurden die Fassade zum Michaelerplatz und der Turm der Kirche saniert.

Leistungsumfang: Planung, Örtliche Bauaufsicht

Von der ERZDIÖZESE WIEN erfolgte der Auftrag, die erforderlichenRestaurierungsmassnahmen zu erfassen, und die zugehörigen Kosten zu ermitteln. Zur Ermittlung der Massnahmen wurden zum Teil Musterflächen angefertigt und diese gemeinsam mit dem BDA abgestimmt.
Bei der Abwicklung sind vor allem die sorgsame handwerkliche Ausführung der Deckung mit barocken Dachziegeln hervorzuheben, wie auch die eher spektakulären Zimmerer- und Spenglerarbeiten bei der Neueindeckung des Turmhelmes, die ohne eigenes Gerüst erfolgt sind.Gestalterisch war vor allem die Farbgebung der Fassade und des Turmes mit der Erzdiözese und dem Bundesdenkmalamt abzuklären.